In der Stadt Negotin im Osten Serbiens startet WAWA ein umfassendes Pilotprojekt — mit dem Ziel, das Wohlergehen der Straßenhunde nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig die öffentliche Gesundheit zu schützen.
Die zunehmende Anzahl von Straßenhunden in städtischen und ländlichen Gebieten ist ein globales Problem mit ethischen und gesundheitlichen Implikationen. Krankheiten wie Tollwut gefährden Tiere und Menschen gleichermaßen, unkontrollierte Fortpflanzung lässt Populationen schnell wachsen, und die Tiere selbst leiden unter schlechten Lebensbedingungen, Mangelernährung und fehlender medizinischer Versorgung.
Negotin ist überschaubar genug, um ein vollständiges Modell aufzubauen — und groß genug, um daraus ein replizierbares Vorbild für ganz Ostserbien zu machen.
Tierwohl und öffentliche Gesundheit gehen Hand in Hand. Unsere drei Ziele bauen aufeinander auf.
Impfung der Hunde gegen Tollwut, Parvovirus, Hepatitis und Staupe — zum Schutz der Tiere selbst und der Bevölkerung.
Sterilisation geeigneter Tiere bremst das Wachstum der Population schnell und reduziert sie langfristig — humaner als jede Tötungspolitik.
Mikrochips machen jeden behandelten Hund eindeutig identifizierbar — Grundlage für Nachsorge, Adoption und ein digitales Tiergrundbuch.
Drei klar getrennte Phasen — mit messbaren Ergebnissen am Ende jeder Etappe.
3 Monate
6 Monate
3 Monate
Jeder Hund, der unser mobiles Team erreicht, durchläuft denselben standardisierten Prozess — schnell, sicher, vollständig dokumentiert.
Stoffe: Impfstoffe gegen Tollwut, Parvovirus, Hepatitis und Staupe.
Schema: Beginn sobald Welpen alt genug sind, inklusive Booster-Impfungen.
Logistik: Mobile Impfstationen werden strategisch in Negotin positioniert; spezielle Impftage werden organisiert.
Methode: Chirurgische Eingriffe — als dauerhafte und tierwohlgerechte Lösung.
Schema: Vorrang für geschlechtsreife Tiere, um die Fortpflanzung schnell zu kontrollieren.
Logistik: Temporäre OP-Zentren in Gebieten mit der höchsten Hundedichte; sorgfältige Nachsorge zur Genesung.
Technologie: Standardisierte Mikrochips mit international lesbaren Frequenzen.
Schema: Jeder geimpfte oder sterilisierte Hund erhält einen Chip und wird in der zentralen Datenbank registriert.
Logistik: Die Chippung erfolgt simultan zu Impfung oder Kastration.
Medizinische Maßnahmen wirken nur, wenn die Bevölkerung mitzieht. Deshalb ist Aufklärung ein gleichwertiger Projektpfeiler.
Information der Bevölkerung über die Bedeutung von Impfung, Sterilisation und Chippung — was sie bewirken und warum sie der humane Weg sind.
Stärkung des Verantwortungsgefühls und Mitgefühls innerhalb der Gemeinschaft — gegenüber den eigenen wie den herrenlosen Tieren.
Broschüren, Plakate, Online-Inhalte, lokale Medien (Zeitung, Radio, Fernsehen, Social Media), öffentliche Veranstaltungen und Schulpartnerschaften.
Finanzierung erfolgt über Spenden, Fundraising-Aktionen und ggf. lokale Subventionen. Jede Position wird transparent dokumentiert.
Für unvorhergesehene Ausgaben — etwa medizinische Komplikationen oder logistische Engpässe — kalkulieren wir einen Sicherheitspuffer ein.
| Phase | Dauer |
|---|---|
| Vorbereitungsphase | 3 Monate |
| Durchführungsphase | 6 Monate |
| Nachbereitungs- und Monitoringphase | 3 Monate |
| Gesamt | ca. 12 Monate |
Damit das Projekt mehr ist als ein einmaliger Einsatz, bauen wir lokale Strukturen auf — und halten uns an klare ethische Leitplanken.
Wissen und Fähigkeiten gehen an Menschen vor Ort — damit Versorgung und Nachsorge auch nach Projektende weiterlaufen.
Partnerschaften mit Veterinären in der Region sichern dauerhaften Zugang zu medizinischer Versorgung für die behandelten Tiere.
Im Mittelpunkt steht das Wohl der Tiere. Klare Richtlinien und regelmäßige Bewertungen durch unabhängige Ethikkommissionen sichern die Standards.
Ein robustes Datenmanagement ist die Basis für Nachsorge, Transparenz und für unser späteres digitales Tiergrundbuch.
Digitale Formulare, die unsere Feldteams direkt über Tablets oder Smartphones ausfüllen — kein Papierkram, keine Übertragungsfehler.
Eine einzige Quelle der Wahrheit für alle gesammelten Informationen, abrufbar von berechtigtem Personal überall.
Verschlüsselung, regelmäßige Backups, Zugriffskontrollen — und eine kontinuierliche Auswertung für Berichte und Lernschleifen.
Negotin ist der Anfang. Daraus können — bei erfolgreichem Verlauf — diese Folgeprogramme wachsen.
Aufklärungskampagnen in Schulen und der Gemeinschaft als Dauereinrichtung.
Profile gechipter Hunde, gezielte Vermittlung in geeignete Familien.
Fest installierte, gewartete Futterstellen in der Gemeinde.
Dauerhafte Kooperation mit lokalen Praxen für regelmäßige Gesundheitschecks.
Regelmäßige Kontroll- und Pflegeleistungen direkt vor Ort.
App zur Meldung kranker oder verletzter, bereits gechipter Straßenhunde durch Bürger.
Spezielles Programm für aggressive oder traumatisierte Hunde.
Mit Impfung, Sterilisation und Chippung schaffen wir kurzfristig Linderung — und langfristig die Strukturen, die Tierschutz in Ostserbien dauerhaft verändern. Dafür brauchen wir dich.